Samstag, 23. Januar 2010

Marias Fastenversuch

Dass vieles uns viel zu selbstverständlich ist, merkt man oft erst, wenn man mal - gezwungenermaßen oder freiwillig - eine zeitlang versucht darauf zu verzichten. Meine Freundin hat mir genau diese Phänomen beschrieben, wenn es ums Alkohol trinken und Auto fahren geht. Es ist einem manchmal garnicht bewusst, dass man - jedenfalls in der Probezeit - nicht einmal einen Sekt trinken kann, ohne sich gleich chauffieren lassen zu müssen. Gerade bei Familienfeiern kann das ganz schön deprimierend sein.
In der Kirche wird freiwilliger Verzicht Fasten genannt und genau das habe auch ich vor. Und zwar werde ich auf Süßigkeiten verzichten. Das habe ich mit besagter Freundin zusammen festgelegt, allerdings nicht für 40 Tage - das würde ich nicht durchhalten - sondern "lediglich" für zwei Wochen. Allerdings muss ich zugeben dass mir schon jetzt - nach zwei Tagen - dieses Versprechen ziemlich schwer fällt. Es war mir wirklich nicht bewusst, mit wie vielen Süßigkeiten ich jeden Tag konfrontiert werde. Vor allem die Überreste von Weihnachten stellen mich vor eine große Herausforderung.
Ich muss zugeben, dass ich das Ganze eigentlich nur geplant hatte, weil ich dachte, ich könnte dadurch etwas abnehmen, doch jetzt fällt mir auf wie unüberlegt ich teilweise Dinge esse. Jetzt denke ich jedes Mal, wenn ich Gummibärchen sehe, darüber nach, was ich esse.
Und diese Erfahrung bringt mich dazu, mal darüber nachzudenken, solche Fastenaktionen öfter einmal durchzuführen. Vielleicht kann man damit sein Leben ein wenig lebendiger wahrnehmen. Außerdem heißt es ja auch dass Verzicht das Verlangen steigert. Vielleicht werden meine Gummibärchen doppelt so gut schmecken, wenn ich sie eine Zeit lang nicht gegessen habe. Aber um das herauszukriegen, muss ich erst einmal durchhalten. Drückt mir die Daumen und ein nächster Bericht wird kommen!
Alles Liebe Maria

Samstag, 17. Oktober 2009

Heute sitze ich das erste mal vor meinem klicke auf diese Seite, öffne das Fenster 'New Post' Und weiß nicht worüber ich eigentlich schreiben soll. Mir ist eigentlich nur langweilig.
Also schreibe ich über mein Lieblingsthema über das ich heute schon mit meinem Vater beim Frühstück debattiert habe, nachdem ich auf einem Brotaufstrich Ei-Bacon-Brotaufstrich gelesen hatte. Nun mag dieser Brotaufstrich vielleicht nicht jedem schmecken aber darum soll es mir auch grade nicht gehen. Was mich viel mehr beschäftgt ist die Frage: Warum Ei- BACON-Brotaufstrich? Ganz ehrlich Ei-Schinken hört sich wirklich nicht so schlecht an. Ich würde es auch dann noch kaufen wenn es einen deutschen Namen tragen würde.
Ich bin eindeutig nicht gegen Englisch - im Gegenteil: Ich liebe Englisch - aber muss man wirklich ALLES "verenglischen"?
Zum beispiel waren kreative Köpfe bei der Produktion einer bekannten Fernsehshow am Werke und erfanden dieses wundervolle Wort: Du bist GESAVED! Für alle die nicht wissen was diese wunderbare Wortschöpfung aussagen will: Es soll soviel heißen wie: Du bist gesichert. Ganz ehrlich! Neue Erfindungen für die man einfach kein deutsches Wort finden kann oder Wörter die sich einfach schon in den Sprachgebrauch eingefügt haben finde ich überhaupt nicht schlimm aber sowas? Man muss doch nicht auf Teufel-komm-raus alles "verenglischen" nur um die Quote oder den Verkauf zu steigern. Das ist eigentlich schon wieder ganz schön peinlich.

Montag, 12. Oktober 2009

Pleiten, Pech und Pannen (2)

Heute also die Fortsetzung des Musical castings. Und ich kann euch sagen: ich bin fröhlich! Sogar sehr fröhlich! Ich hbae eine Rolle *sing*
Das Casting hat voll viel Spaß gemacht und selbst wenn ich die Rolle nicht bekommen hätte, hätte es sich auf jeden Fall gelohnt mitgemacht zu haben.
Sowieso war mein Tag heute total toll und ich frag mich schon die ganze Zeit warum... Ich mein das Wetter war nicht besonders toll, heute ist Montag, ich bin müde und ich habe heute einen Test geschrieben für den ich ungefähr garnicht gelernt habe... Also warum ging es mir so gut? Vielleicht lags an dem verdammt guten Theaterstück "The importance of being E(a)rnest"... Das war verdammt lustig und eigentlich auch die Sache auf die ich mich am meisten heute gefreut habe. Naja und jetzt gibt es Bauernfrühstück zum Abendbrot was ich auch extrem lustig finde! Apropos... Das muss ich jetzt mal machen sonst sterbe ich vor Hunger!

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Ode an die Sonne

Als ich heute nach Hause gefahren bin, habe ich die wundervoll gefärbten Bäume im Licht der untergehenden Sonne gesehen und es hat mir das Herz gewärmt. Ich denke, dass der Frühling und der Herbst die schönsten Jahreszeiten sind. Im Winter und im Sommer sind die Temperaturen mir meistens einfach zu extrem - entweder zu kalt oder zu warm.
Der Herbst und der Frühling haben das beste von beidem ohne es zu übertreiben. Wer liebt es nicht warme Wollpullover zu tragen während einem die Sonne immer noch ins Gesicht scheint. Ich werde den Herbst geniessen und mich warm anziehen um mich für den Winter zu wappnen. Die letzten Sonnenstrahlen werde ich aufsaugen wie ein Schwamm das Wasser.
Geniesst das Leben und freut euch an der Sonne, die uns unser Leben gibt!

Montag, 5. Oktober 2009

Geschichten

Eine Frage zu dem Buch "Brave New World", das wir im Moment in Englisch lesen, war: 'Was war der große Fehler den der Direktor machte?' Die Antwort: 'Er sprach in einer sentimentalen Art und Weise über seine vergangenheit.' Dazu muss ich vielleicht erklären, dass sich dieses Buch mit einer utopischen, also einer perfekten, niemals erreichbaren Gesellschaft beschäftigt.
Für mich gehört es fast zum täglichen Miteinander 'in sentimentaler Art und Weise über Vergangenheit' zu reden. Wenn ich Leute treffe, die ich schon lange nicht gesehen habe, wenn ich mit Leuten rede, mit denen ich nicht so oft rede oder wenn ich alte Fotos ansehe, denke ich über die Vergangenheit nach. Und ich bin erst 17. Was wird sein wenn ich alt und grau bin und auf ein langes Leben zurückblicke? Ich liebe es meiner Oma oder auch meinen Eltern zuzuhören wenn sie über vergangene Zeiten reden, zu denen ich noch nicht gelebt habe oder an die ich mich nicht erinnern kann. Vorhin hat mein Vater mir ein altes verglbtes Bild gezeigt auf dem eine ganze Mannschaft zu sehen war auf einem Feld. Ich erkannte meine Großeltern in jüngeren Tagen und mein Vater sagte er wäre auch dabei gewesen und zeigte auf einen kleinen blonden Jungen. Die Gesellschaft saß auf dem Feld. Mein Großonkel saß im Vordergrund und hatte ein gekochtes Ei in der Hand. In der Mitte der Gruppe stand eine große Kanne mit Wasser und mein Vater erzählte mir dass sie einen ganzen Tag gebraucht haben um mit den Pferdewagen zum Feld zu fahren, das Heu aufzuladen und wieder zurückzufahren. Das Foto wurde wohl zur Mittagszeit aufgenommen.
Ich finde es wunderbar anderen Leuten beim Erinnern zuzuhören oder mich selbst zu Erinnern. Das sollten wir uns unbedingt bewaren. Ich hoffe ich werde meinen Enkeln oder Kindern auch einmal so schöne Geschichten erzählen können.

Sonntag, 27. September 2009

in memoriam

Ich habe heute einen Freund verloren. Ich kann es noch nicht glauben aber ich fürchte, dass mich niemand aufwecken wird und die Welt wieder gut ausieht. Im Moment ist alles grau auch wenn ich mit aller Kraft versuche die Sonne wieder hinter den Wolken hervorzuholen. Aber alles was ich schaffe ist eine kleine gelbe Pappsonne aufzustellen die weder wärmt noch Licht spendet.
Lieber Christoph, Wo immer du auch jetzt sein magst, wir denken an dich und werden uns immer an dich erinnern. Und wenn du jetzt im Himmel bist, schieb doch bitte die Wolken zur Seite damit wir alle weiterwachsen können und weiterleben! Wir sind noch viel zu jung um soetwas durchzumachen und du warst viel zu jung um zu sterben! Wir hatten eine schöne Zeit mit dir!

Dienstag, 22. September 2009

Über gott und die welt

Ich habe heute einmal über Gott nachgedacht. Was für eine Aussage! Aber das ist ernst gemeint! Ich meine ich glaube nicht an Gott. Dafür habe ich zuviel naturwissenschaftliches gelernt als das ich an etwas glauben könnte das überall ist und alles weiß und dann noch einen menschlichen Sohn bekommt! Ich meine ich bin davon überzeugt, dass Jesus gelebt hat und vielleicht auch ein intelligenter redekünstler war aber er war mit ziemlicher Sicherheit, meiner Meinung nach nicht der Sohn Gottes.
ABER... dann erzählt mir mein physiklehrer plötzlich sachen die mich zweifeln lassen. Das ist komisch das gerade dieser Naturwissenschaftler mich zweifeln lässt an meiner Überzeugung das Gott nicht existiert aber wie soll man sonst darauf reagieren wenn man hört dass sich kleinste Teilchen spontan dazu entschliessen sich zu teilen? Oder dass sie Masse abgeben um Energie zum Zusammenhalt zu haben? Was soll man davon halten? Und dann das Weltall! Wo fängt es an wo hört es auf? Kann es wirklich unendlich weit sein? Wie soll man sich das vorstellen? Und wenn nicht, was kommt dann hinter dem Weltall? Wie kann soetwas möglich sein? Wie hat alles einmal angefangen? Diese Fragen haben mich beschäftigt und werden mich wohl immer beschäftigen denn ich kann mir nicht vorstellen dass die Menschheit mir jemals darauf eine Antwort liefern kann oder mir diese Vorstellung verklickern kann. Ich mein vielleicht ist ja alles unendlich aber wie soll das gehen? Wie kann immer mehr kommen wenn man weiterfliegt? Man würde doch nie an ein Ende kommen! Ehrlich gesagt wird mir gerade ein wenig schwindelig wenn ich darüber nachdenke...
Und da kommt doch die Idee eines Gottes der die Geschehnisse auf der erde ist. Ein Gott der überall ist. Der die Teilchen dazu bringt sich plötzlich mal zu teilen. Der das Ende des Universums darstellt. Aber wenn wir dann immer weiter fliegen würden, wo würden wir dann landen? In seinem Körper? Kann nicht sein weil er ja überall ist, also auch keinen Körper hat bzw. wir schon in seinem Körper drinne stecken. Also was ist denn dann das Ende des Universums? Eine Wand? Ein Abgrund? kommen wir immer wieder an der anderen Seite raus wie auf einer Kugel? Diese fragen sind so schwer zu beantworten selbst wenn wir mal von Gott ausgehen der alles erschaffen hat, wer hat dann Gott erschaffen? Gut der hat sich selbst erschaffen. Nehmen wir auch das an. Damit hätten wir verwirrende teilchenbewegungen und die erschaffung der Welt erklärt aber das Universums-Problem besteht immer noch.
Allerdings muss ich ganz ehrlich sagen dass mir die Idee einer Seele verdammt gut gefällt! Eine Seele die für unsere Empfindungen verantwortlich ist. Denn ich weigere mich darüber nachzudenken dass Menschen sich aufgrund von Körperausdünstungen in einander verlieben. Es ist doch viel romantischer anzunehmen dass die Seelen dieser beiden Menschen zusammen passen, oder nicht?
Ich finde jeder sollte glauben was er will. Ich denke ich werde mal ganz scharf über die seelensache nachdenken und vielleicht schreibe ich in meiner nächsten Physikarbeit auch eher über Gott und die Welt als über teilchenbewegungen und Potentialtöpfe...